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Echter Hausschwamm ist einer der
schlimmsten und folgenreichsten Bauschäden die auftreten können. Gerade Berlin
ist durch seinen großen Bestand an Altbausubstanz und den heute noch auftretenden
Spätfolgen von Kriegsschäden – viele durch Bomben teilweise beschädigte Häuser hatten
jahrelang offen klaffende, Bombenlücken und beschädigte Dächer und waren somit
ohne ausreichenden Schutz vor Regen, bevor sie saniert oder beschädigte Dächer
neu eingedeckt wurden – stark betroffen von diesem Holzschädling. Beim
Hausschwamm handelt es sich um einen äußerst widerstandsfähigen Pilz, der zum
Gedeihen stehende Luft, Dunkelheit, etwas Feuchtigkeit und ein nicht zu kaltes
Milieu benötigt. Er zerstört das Holz und wuchert durch Ziegelwände hindurch.
Er benötigt zwar Feuchte zum Gedeihen, kann aber Jahrzehnte ohne Wasser
überstehen, um dann bei neu auftretender Feuchte, durch einen Wasserschaden zum
Beispiel, wieder aktiv zu werden. Daher ist
seine Bekämpfung äußerst aufwendig und sehr kostenintensiv. Im Umkreis von 1,5 m
der vom Hausschwamm befallenen Bereiche müssen alle Holzteile entfernt werden,
der Putz muss in diesem Bereich von den Wänden geschlagen werden und die
Mauerfugen ca. 2- 3 cm tief ausgekratzt werden. Danach sollte das Mauerwerk
abgeflammt werden um eventuell noch vorhandene Myzelstränge zu zerstören. Vor
dem Verputzen der Wände sollten diese ebenso wie neu einzubauende Holzteile
chemisch vor neuem Pilzbefall geschützt werden. Gerade in diesem Fall ist
konstruktiver Holzschutz besonders wichtig. Das bedeutet in diesem Fall, dass
die Konstruktion so ausgeführt werden sollte, dass Luft zirkulieren kann und
möglichst alle Bereiche des Holzes von dieser Luftzirkulation erreicht werden.
Im vorliegenden Fall wurde ein von Hausschwamm befallenes Treppenhaus in den
befallenen Bereichen nach der oben genannten Vorgehensweise saniert und so
wieder aufgebaut, dass die neu eingebauten Holzteile komplett von Luft
„umspült“ werden können.
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Vorgehensweise als Slideshow
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